Bericht von der Smart Country Convention 2021 - Digital. mit. Wert.
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Bericht von der Smart Country Convention 2021

Die Smart Country Convention fand in diesem Jahr erneut rein digital statt. Virtuell trafen sich laut Aussagen der Konferenzveranstalter rund 7600 Menschen, um sich über den Status quo der Digitalisierung in unserem Land zu informieren. Dabei galt der erste Konferenztag dem Fokusthema E-Government und der zweite Tag rückte die Smart Cities in den Vordergrund. Die Veranstaltung bringt alle Interessensgruppen zusammen, die die Digitalisierung des öffentlichen Sektors und der Verwaltung vorantreiben.

Verwaltungsdienstleistungen

Wir stellen fest, dass inzwischen viele Verwaltungen ‚den Ernst der Lage‘ erkennen – und daraus ein eher ernüchterndes Fazit ableiten. Auch wenn das Onlinezugangsgesetz vorgibt, dass bis Ende 2022 alle Verwaltungsdienstleistungen digital zugänglich sein sollen – dieses Ziel wird vermutlich nicht erreicht. Hilfreich ist es, sich hier darüber im Klaren zu werden, dass insbesondere die Zugänge zu Online-Diensten momentan im Diskurs stehen. Hingegen die Modernisierung der internen Verwaltungsprozesse ist noch Zukunftsmusik. Uns als Kunden interessiert es dabei natürlich, wie schnell Verwaltung überhaupt sein kann, wenn lediglich die Annahme von Serviceaufträgen digital läuft – hingegen die Bearbeitung nicht. Hier wird von der Verwaltung mehr erwartet. Ein aufkommender Begriff ist das „Verwaltungszukunftsgesetz“ statt bisher „Onlinezugangsgesetz“. Die Akteure sind sich zumindest einig, dass hier noch sehr viel Zukunftspotenzial darin liegt, die gesamten Verwaltungsprozesse zu modernisieren und dabei auch interne & veraltete Vorgänge zu überarbeiten.

Digitaler Zwilling

Ein großes Thema der Smart-City-Modellprojekte ist der digitale Zwilling. Hier berichten München wie auch Hamburg von der gemeinsamen Entwicklungspartnerschaft mit Leipzig. Dabei wird mithilfe eines digitalen Zwillings ein 3D-Abbild der Städte für die Stadtplanung mit Open-Source-Software erstellt.

Als Anwendung wird beispielsweise der Rückbau großer Verkehrsstraßen genannt. Simulationen können hier zukünftige Szenarien bildlich darstellen, wie die Straße nach dem Rückbau aussieht. Dabei gewinnt die Mitarbeit der Zivilgesellschaft an Qualität, da sich die Bürgerinnen und Bürger besser in die Situationen hineinversetzen können und vermutlich auch ‚lieber‘ beteiligen, weil sie sich nicht durch mühsame Stadtpläne kämpfen müssen. Wie digitale Partizipation dabei auch on- und offline gemeinschaftlich aussehen kann, zeigt das DIPAS-System aus Hamburg.

Eine weitere Verbindung zur analogen Welt können wir in Städte-Apps beobachten. Beispielsweise gibt es in Wolfsburg seit Kurzem eine Stadt-App, die freie E-Ladestationen anzeigt und die Müllabfuhrtermine ankündigt. Doch dies stellt nur eine kurze Auswahl an Beispielen dar, die auf der Smart Country Convention diskutiert wurden. Die Vorträge sind nach wie vor online abrufbar.

Fazit

In der Runde der Smart-City-Modellprojekte wurde es hervorgehoben: Wir brauchen weitere Förderprojekte. Die Fortführung von Smart Cities sichert uns Zukunftsfähigkeit für eine europäische Stadtentwicklung 2.0 statt zu einer Google-City zu werden. Die stetige Nutzung von Open-Source und der Austausch zwischen den Städten ermöglicht es, die Digitalisierung nachhaltig voranzutreiben. Zudem wurde das Selbstverständnis der Verwaltungen angesprochen und ein Changemanagement bei den Mitarbeitenden eine notwendige Voraussetzung für die weitere digitale Transformation ist. Dem kann ich mich vollkommen anschließen.

 

Zum Nachlesen:

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