Smart Village - Digitalisierung im ländlichen Raum - Digital. mit. Wert.
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Smart Village – Digitalisierung im ländlichen Raum

Vernetzte Technologien und smarte Angebote sind im ländlichen Raum bisher gering verbreitet. Dabei sehen viele Menschen die Digitalisierung als positive Chance für smarte Angebote gemäß der Bitkom. Denn 87 % der Befragten in einer Studie geben unter anderem an, dass digitale Mobilitätsangebote die Lebensqualität auf dem Land verbessern (Quelle: Bitkom Research). Wenn wir uns Pilotprojekte von digitalen Projekten im ländlichen Raum suchen, werden wir auch fündig. Ich habe mir vielversprechende Ideen angeschaut.

Aktuelle Initiativen

Aktuelle Initiativen gibt es von verschiedenen Akteuren in Bund und Land. Eines davon ist die Stadt.Land.Digital-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie. Eine tolle Plattform für smarte Projekte (auch in kleinen Kommunen) ist der Smart City Navigator.

Ein weiteres umfassendes Projekt ist das der Digitalen Dörfer vom Fraunhofer-Forschungsinstitut IESE, dass in Rheinland-Pfalz seinen Ursprung fand. Inzwischen gibt es das Projekt auch im gesamten Bundesgebiet. Sowohl auf Webseiten wie auch in einer App können die Dorfangebote je nach teilnehmender Kommune gefunden werden.

Spannende Digitalisierungsprojekte

Die genannten Initiativen, um digitale Angebote auch im ländlichen Raum zu entwickeln, führen mich zur Frage, welche spannenden Digitalisierungsprojekte es gibt. Aus meiner Sicht sind die vielversprechendsten tatsächlich das Einführen einer Informations- und Kommunikationsplattform. Hierbei ist eine Webseite der zentrale Ausgangspunkt. Aber auch zusätzliche App-Angebote, die ggf. auch mit der Webseite verbunden sind – sind vielversprechend. Denn sowohl die Bürgerschaft benötigt Plattformen zum neutralen Austausch, wie auch eine Möglichkeit mit dem ortsansässigen Gemeinderat in Verbindung zu stehen. Die DorfFunk-App ist ein konkretes Beispiel, wo Such- und Tauschangebote in einem digitalen Kleinanzeigenformat je nach Wohnort angezeigt werden. Auch Neuigkeiten des Dorflebens, wie z. B. aktuelle Veranstaltungen können dort eingesehen werden. Weitere Module für die Nahversorgung und den Austausch mit der Verwaltung werden zudem angeboten.

Als zweites vielversprechendes Projekt sehe ich den Einsatz von sogenannten Digitallotsen an. Die Digitallotsen sind Bürgerinnen und Bürger aus den jeweiligen Dörfern und Gemeinden, die zu Experten für digitale Angebote ausgebildet werden. Ein Beispiel hierfür ist die Region Höxter, die diese Experten durch ein Förderprogramm der LEADER-Regionen. Diese Experten können dann Schulungen in ihren Dörfern selbst organisieren und anderen Menschen im Dorf von den digitalen Angeboten berichten.

Zusammenfassung

Zusammenfassend sehe ich also folgende zwei Elemente als erste Schritte für die Digitalisierung im ländlichen Raum.

      1. Digitale Informations-& Kommunikationsplattform für den Austausch
      2. Digitallotsen als Botschafter:innen mit digitalem Know-how

 

Eine Digitalisierung im ländlichen Raum sollte in jedem Fall immer bedenken, dass das analoge Dorfleben durch die Digitalisierung nur unterstützt und nicht ersetzt wird. Insbesondere die Botschafter:innen können hier eine wichtige vermittelnde Rolle spielen. Sie können gerade bei der älteren Bevölkerung helfen, Barrieren beim Umgang mit den Technologien zu senken. Aber zudem verbreiten sie die digitalen Angebote in der Dorfgemeinschaft und sind persönliche Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema.

 

Zum Nachlesen:

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